Weltkarte

Was waren unsere Aufgaben?

Unsere Einsatzstelle in Nordlondon hieß Pathway, eine christliche Organisation, die in Grundschulen unterwegs ist und dort Clubs und Assemblies veranstaltet.
Bei den verschiedenen Lunchtime und After School Clubs haben wir zwei bis drei Mal unter der Woche mitgeholfen. Hierzu gehörten Spiele vorbereiten und durchführen, biblische Geschichten erzählen und den Überblick über die Kinder zu behalten. Im Laufe der Zeit konnten wir die Kinder besser kennenlernen und Beziehungen aufbauen. Die Clubs waren alle sehr unterschiedlich und abwechslungsreich, was uns sehr viel Spaß gemacht hat.
Ein weiterer Teil unserer Schularbeit bestand darin, Assemblies (große Schulversammlungen) zu halten. Hierbei wurden biblische Geschichten kreativ und anschaulich erzählt und die Kinder durften mitmachen (zum Beispiel schauspielern oder Schilder hochhalten). Es war sehr interessant dadurch einen besseren Einblick in die englischen Grundschulen zu bekommen.
Wenn wir nicht gerade in Schulen unterwegs waren, haben wir viel Zeit im Office verbracht. Dort haben wir hauptsächlich die Clubs und Assemblies vorbereitet (Bilder malen, Materialien organisieren und besorgen, Geschichten vorbereiten, aufräumen…).
Außerdem waren wir beide noch zwei Tage in der Woche in unseren „placement churches“. Dort haben wir bei einem After School Club mitgeholfen, sowie sonntags beim Kindergottesdienst oder im Musikteam mitgewirkt.

Beach Rescue Holiday Club

Leben in der Gastfamilie

Während unserer Zeit in London haben wir je in einer Gastfamilie gelebt. Das war eine super Möglichkeit, die englische Kultur besser kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig konnten wir dadurch unsere Sprachkenntnisse verbessern. Wir wurden gut in das Familienleben integriert und haben ab und zu etwas mit ihnen unternommen.

Highlights

An unserem freien Tag in der Woche haben wir einige Ausflüge in das Zentrum von London gemacht. Die bekannten Sehenswürdigkeiten gehörten natürlich zu unserem Programm dazu. Es hat viel Spaß gemacht, die Innenstadt zu erkunden und die netten kleinen Cafés zu besuchen. So hat sich nach kurzer Zeit ein Lieblingscafé herauskristallisiert.
Weitere Highlights waren die jahreszeitbedingten Events („Christmas experience“, „Beach Rescue Holiday Club“) in unseren Kirchen.

Vorbereitung für Assemblies
Erlebnisse

Herausforderungen

Trotz aller positiven Erfahrungen gab es auch einige Dinge, die uns herausgefordert haben.
Anfangs fiel es uns schwer, vor vielen Kindern in den Clubs und Assemblies zu reden, doch mit der Zeit fühlten wir uns immer sicherer, was nicht zuletzt daran lag, dass unser Teamleader uns schrittweise an die Aufgaben herangeführt hat.
Auch die Anfangszeit war für uns eine Umstellung, da wir viele Informationen erst einmal verarbeiten mussten. Nachdem wir uns eingelebt und eine Routine entwickelt hatten, fühlten wir uns aber immer heimischer.
Die allergrößte Herausforderung kam allerdings erst nach unserem Einsatz, denn diesen mussten wir aufgrund von Corona frühzeitig beenden und so saßen wir Ende März zu Hause in Deutschland, ohne zu wissen, wie es weiter gehen wird und ob wir wieder zurück nach England können, um unseren Freiwilligendienst zu beenden.

gemeinsam-unterwegs

Was wir gelernt haben

Manchmal kommt es anders als geplant und obwohl wir zuerst sehr frustriert waren, dass wir früher gehen mussten und nicht nach England zurück konnten, durften wir erleben, dass Gott uns durchgetragen hat. In dieser ungewissen Zeit waren wir weiterhin mit Pathway in Kontakt, was uns sehr geholfen und ermutigt hat.
Durch die Arbeit in den Schulen konnten wir viel Neues ausprobieren, wodurch unser Charakter gestärkt wurde und wir mehr Vertrauen in uns und in Gott gewinnen konnten.

Pathway-Team


Das Pathway-Team hat uns in diesem Prozess sehr unterstützt, da es ihnen ein Herzensanliegen war und immer noch ist, uns auf unserem Weg mit Gott zu begleiten und zu stärken.

Insgesamt war der Freiwilligendienst in London eine sehr wertvolle Erfahrung, die wir nicht missen wollen. Wir können jedem empfehlen, den Schritt aus der Komfortzone zu wagen. Es lohnt sich!

Carolina B. & Deborah H.